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Ratgeber

IPTV Box, Stick oder Receiver: der Vergleich der Bauarten

Android-Box, Streaming-Stick oder klassischer Receiver: Was die drei Bauarten unterscheidet und wofür sich der Aufpreis lohnt.

Von Jonas Kirsch, Technik und SupportAktualisiert am 10 Min. Lesezeit
Streaming-Box, Streaming-Stick und Fernbedienung auf dunkler Fläche

Der Begriff IPTV Box meint drei sehr verschiedene Bauarten, die im Handel nebeneinander liegen und unterschiedliche Probleme lösen. Wer den Unterschied kennt, spart sich den Fehlkauf.

Drei Bauarten, drei Denkweisen

Der Streaming-Stick

Ein Stick steckt direkt im HDMI-Anschluss und zieht seinen Strom über ein Kabel oder den Anschluss selbst. Er ist billig, klein und ausreichend, solange nicht mehrere anspruchsvolle Apps parallel laufen sollen. Sein Nachteil ist der knappe Speicher und meist der fehlende Netzwerkanschluss.

Der Android-Player

Eine Box mit Android an Bord verhält sich wie ein kleiner Computer. Sie hat mehr Speicher, oft einen LAN-Anschluss, manchmal einen Steckplatz für eine Speicherkarte oder eine Festplatte. Dafür schwankt die Qualität zwischen Herstellern erheblich, und billige Modelle bekommen keine Updates.

Der klassische Receiver

Ein reiner Empfänger ohne App-Ökosystem. Er startet schnell, verhält sich wie ein Fernsehgerät und ist für Haushalte gedacht, die genau eine Sache wollen: einschalten und schauen. Wer eine Mediathek oder eine zweite App erwartet, ist hier falsch.

Was die Bauarten unterscheidet

KriteriumStreaming-StickAndroid-PlayerReceiver
Anschaffungniedrigmittel bis hochmittel
App-Auswahlbegrenztsehr großkeine
LAN-Anschlussseltenmeistensimmer
Aufnahme möglichseltenoftje nach Modell
Bedienungeinfachvielseitig, dafür komplexersehr einfach
Lebensdauerdrei bis vier Jahrevier bis sechs Jahrelang, dafür starr

Welche Bauart zu welchem Haushalt passt

  1. 01Sie wollen möglichst wenig ausgeben und der Fernseher hat einen freien HDMI-Anschluss: Stick.
  2. 02Sie wollen aufnehmen, mehrere Apps nutzen oder per Kabel ins Netz: Android-Player.
  3. 03Im Haushalt lebt jemand, der keine Menüs mag: Receiver.
  4. 04Sie sind unsicher: Stick kaufen, testen, notfalls im Schlafzimmer weiterverwenden.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Ein benannter Hersteller mit erreichbarem Support, keine namenlose Box aus einem Marktplatz-Angebot.
  • Angabe, wie lange Systemaktualisierungen zugesagt sind.
  • Mindestens vier Gigabyte Arbeitsspeicher, wenn mehrere Apps laufen sollen.
  • Ein Netzteil im Lieferumfang. Boxen, die über den Fernseher mitversorgt werden, starten unzuverlässig.
  • Keine vorinstallierten Senderlisten. Das ist kein Ausstattungsmerkmal, sondern ein Warnzeichen.

Und richten Sie das Gerät leer ein. Eine Box, die schon beim Auspacken fremde Apps mitbringt, hat einen Vorbesitzer im Vertriebsweg, der Zugriff hatte. Setzen Sie sie in diesem Fall vor der ersten Nutzung zurück.

Dieser Beitrag gehört zum Ratgeber zum Fernsehen über das Internet, der alle Themen von der Bandbreite bis zur Kündigung zusammenfasst.

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