Ratgeber
IPTV aufnehmen: Sendungen speichern und später ansehen
Wie eine Aufnahme technisch funktioniert, welche Geräte und Apps sie unterstützen und worauf Sie bei Speicherplatz und Rechten achten.

Eine Aufnahme über das Internet funktioniert anders als beim Kabelreceiver. Es gibt keinen Sender, der auf eine eingebaute Festplatte schreibt, sondern eine App, die einen laufenden Datenstrom mitschreibt. Daraus ergeben sich alle Möglichkeiten und alle Einschränkungen.
Wie eine Aufnahme technisch abläuft
Die App verbindet sich mit dem Sender wie beim normalen Zuschauen und schreibt die ankommenden Daten zusätzlich in eine Datei. Das Gerät muss dafür laufen, das Netzwerk muss stehen, und der Speicherplatz muss reichen.
- Eine Aufnahme belegt einen der parallel erlaubten Streams, auch wenn niemand zusieht.
- Sie hat dieselbe Qualität wie der Stream, aus dem sie stammt. Nachträglich lässt sich daran nichts verbessern.
- Bricht die Verbindung ab, hat die Datei eine Lücke oder endet vorzeitig.
- Ohne gepflegten Programmführer gibt es keine geplante Aufnahme, weil die Startzeit fehlt.
Wo die Aufnahme landet
Es gibt zwei Ansätze, und sie unterscheiden sich in Zuverlässigkeit und Aufwand deutlich.
| Ansatz | Voraussetzung | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Lokal auf dem Gerät | Speicherplatz oder USB-Datenträger | Volle Kontrolle über die Dateien | Gerät muss laufen, Speicher füllt sich |
| Beim Anbieter | Der Anbieter bietet die Funktion an | Läuft auch bei ausgeschaltetem Gerät | Speicher und Dauer sind begrenzt |
Wenn Ihr Anbieter die vergangenen Tage ohnehin zum Abruf bereithält, brauchen Sie für laufende Sendungen oft gar keine Aufnahme. Das ist der bequemere Weg und belegt keinen Speicherplatz bei Ihnen.
Speicherplatz realistisch einplanen
Der Platzbedarf entspricht ungefähr dem Datenverbrauch beim Zuschauen. Eine Stunde in Full HD belegt rund drei Gigabyte, eine Stunde in Ultra HD rund elf.
- 01Für gelegentliche Aufnahmen reicht ein USB-Stick mit 64 Gigabyte.
- 02Für regelmäßige Serienaufnahmen ist eine externe Festplatte mit eigener Stromversorgung die bessere Wahl.
- 03Datenträger vor der ersten Nutzung im Gerät formatieren, nicht am Computer.
- 04Einmal im Monat aufräumen. Ein voller Datenträger bricht laufende Aufnahmen kommentarlos ab.
Aufnahmen stabil halten
- Gerät für geplante Aufnahmen per Netzwerkkabel anschließen.
- Automatische Systemaktualisierungen auf eine Uhrzeit legen, zu der nichts aufgenommen wird.
- Energiesparmodus und automatisches Abschalten deaktivieren, sonst schaltet sich das Gerät mitten in der Aufnahme ab.
- Puffer nicht zu niedrig setzen. Ein Aussetzer beim Zuschauen ist ärgerlich, in einer Aufnahme bleibt er dauerhaft.
Was Sie mit einer Aufnahme dürfen
Eine Aufnahme für den eigenen privaten Gebrauch ist in Deutschland grundsätzlich zulässig. Die Grenze verläuft dort, wo eine Aufnahme weitergegeben, öffentlich gezeigt oder verbreitet wird.
Unabhängig davon kann Ihr Vertrag die Aufnahmefunktion einschränken oder ausschließen. Sehen Sie in den Vertragsbedingungen nach, was zugesagt ist, bevor Sie Hardware für diesen Zweck kaufen.